23.08.2010 –

Masterliches vom 70.3 in Wiesbaden

Wiesbaden (b&m/VB) – Die Wettervorhersage verhieß nun wirklich nichts Gutes: starker Regen war angekündigt für Sonntag, den 15. August 2010 – der Sonntag, an dem der Half-Ironman in Wiesbaden stattfinden sollte. Und die schlechten Prognosen traten tatsächlich ein. Ab 6.00 Uhr morgens öffnete der schwarz-dunkelgraue Himmel seine Schleusen, um es daraus ohne Unterlass regnen zu lassen. Aber das kann einen Master nicht wirklich erschüttern ...

So ließen sich einige unerschrockene Masters des SCW dann auch keineswegs vom Wetterungemach ausbremsen und stellten sich tapfer den Aufgaben, die sie sich vorgenommen hatten:
Verena Böhm war bereits um 8.00 Uhr in dem ca. 23 °C warmen, veralgten Schiersteiner Hafenbecken. Nachdem sie 2008 und 2009 jeweils den Schwimmpart beim Staffelwettbewerb übernommen hatte, ging sie dieses Jahr als Einzelstarterin in den Wettkampf, erstmals über die Half-Ironman-Distanz. In 7:05.37,6 erreichte sie als 41. ihrer Altersklasse (F30-34) etwas müde aber rundum zufrieden das Ziel. Die Splitzeiten: Schwimmen 38.12,9/ Rad 3:50.55/ Laufen 2:25.54. Chapeau!
Um 9.30 Uhr fiel der Startschuss für die Team-Wettbewerbe. Hier sprangen Anette Braun, Oliver Schmitz, Rolf Stiel und Daniel Thiemann für ihre jeweiligen Staffeln ins Wasser. Für Anette (34.18,7) war es nach 2009 bereits der zweite Start in einer Staffel, Oliver (33.00,8) und Rolf (30.18,3) feierten bei diesem Event Staffel-Premiere und Daniel (41.57,4) hatte daneben auch noch sein Freiwasserdebüt.
Ursula Fecske, die ursprünglich ebenfalls den Schwimmpart ihrer Staffel übernehmen wollte, wechselte aufgrund ihres fußlädierten Ehemanns, Udo Reschel, kurzfristig aus dem Schwimmanzug in die Radfahrmontur und wagte sich mutig an die äußerst anspruchsvolle 90-km-Radstrecke (3:43.46,7). Dabei hatte sie so viel Spaß, dass nächstes Jahr wohl ein Start in der Einzelkonkurrenz gewagt wird.

Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle noch allen Masters, die am Samstag vor dem Wettkampf – selbst wenn sie am nächsten Tag an den Start mussten – als emsige Helfer unermüdlich unterwegs waren und alle Athleten bei der Abgabe ihres Rades in der Wechselzone am Schiersteiner Hafen unterstützen. So mancher hatte sogar noch gute Tipps für die Wettkämpfer parat. Inspirierend war’s zudem. Gut möglich, dass nächstes Jahr noch mehr Masters-Schwimmer vom SCW beim 70.3 mitmischen.