08.09.2010 – Segeljugend auch dieses Jahr auf Lahntour
Segeljugend auch dieses Jahr auf Lahntour
Gruppenbild der Teilnehmer
Wiesbaden (Achim Milz ) – Auch dieses Jahr trifft sich die Segeljugend zu einem Wochenendausflug – allerdings stehen dieses mal nicht die Segel sondern die Paddel im Vordergrund. Es verspricht bei sommerlichen Temperaturen ein schönes Wochenende zu werden.
Wir treffen uns am Freitag und brechen am späten Nachmittag nach Laurenburg auf – etwa 20km stromabwärts von Diez gelegen. Kaum angekommen bauen wir unser Zelt direkt am Ufer auf und machen noch am Abend die Kanus klar. Die „Promenade“ des verschlafenen Örtchens ist mit einer bunten Lichterkette geschmückt, also beginnt sobald das Rätselraten, wie viele Lichter es wohl seien. Nach einem Spaziergang und dem Ausdiskutieren diverser Theorien steht fest: Es müssen 365 Stück sein, für jeden Tag des Jahres eine – aber was ist mit Schaltjahren?
Am Samstag Morgen fahren wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit der Bahn nach Diez, hier warten am Ufer unsere Kanadier. Ein Vierer und zwei Dreier. Alsbald sind die Crews aufgeteilt und es geht bei strahlendem Sonnenschein in die reißende Strömung. Nach kurzer Zeit überholen uns einige Ruderboote eines Clubs aus Bürgel, die wir am Abend wiedersehen sollen.
Nach einer schmackhaften Mittagspause ziehen wir weiter – und auf einmal fehlt das Boot von Larissa, Michael und Fabian. Wir warten vor der letzten Schleuse einige Zeit, dann kommen sie um die Flussbiegung. Eigentlich sehen sie trocken aus, was sich aber bei näherer Betrachtung als Trugschluss erweist: Denn auch ein Kanadier kann beim Einsteigen mit dem Fuß auf der Kante kentern, wie wir sogleich erfahren.
Am Sonntag Morgen machen wir einen Spaziergang auf die nahe gelegene Burg Laurenburg. Der Burgherr ist zu Hause und wir erfahren, daß er früher bei der Marine war und damals den baufälligen Burgfried vor dem Abriss gerettet hatte, und daß die Linie Nassau-Oranien aus dieser Gegend mit den Hölländern einig wurde, dort heißt sie Nassau Oranje, und Königin Betrix ist die Ur-Urenkelin von… Zu guter Letzt dürfen wir den Burgfried besteigen und genießen die Aussicht.
Dann ist es auch schon soweit, dass wir unsere Siebensachen packen und das Zelt abbauen und uns auf den Heimweg machen.
Quelle: Achim Milz