Die kalte Überraschung: Eröffnung erst Ende 2028

Ein wichtiger Meilenstein für Wiesbadens Sportzukunft, aber auch eine herbe Enttäuschung für den SC Wiesbaden: Beim Richtfest des Sportparks Rheinhöhe am 20. Oktober 2026 wurde deutlich, dass sich die Eröffnung des neuen Bades weiter verzögert. Statt einer Nutzung im Laufe des Jahres 2028 wird inzwischen eine Eröffnung erst gegen Ende 2028 erwartet. Für den SCW hat das erhebliche Auswirkungen auf die Wettkampfplanung, die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Los Angeles und die Sicherung des Trainingsbetriebs im bisherigen Freizeitbad Mainzer Straße.


Ein beeindruckendes Bauwerk nimmt Gestalt an


Bei herbstlich kalten Temperaturen wurde am Dienstag, dem 20. Oktober 2026, das Richtfest des Sportparks Rheinhöhe gefeiert. Vertreter der Landeshauptstadt Wiesbaden, der beteiligten Unternehmen, der Politik und des Sports konnten sich dabei ein Bild von den beeindruckenden Dimensionen des neuen Sportparks machen.


Mit dem Neubau entsteht am Konrad-Adenauer-Ring eine moderne Sportstätte, die für den Schwimmsport in Wiesbaden einen bedeutenden Fortschritt darstellen wird.


Das Herzstück für den SC Wiesbaden ist das neue wettkampfgerechte 50-Meter-Becken mit zehn Bahnen, das sowohl für das Training auf der Langbahn als auch für Kurzbahnwettkämpfe genutzt werden kann. Eine Zuschauertribüne mit rund 200 Plätzen eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für Schwimmveranstaltungen. Hinzu kommen ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden und weitere Wasserflächen, die insbesondere für die Schwimmausbildung von Bedeutung sind.


Dass dieses große Projekt sichtbar vorankommt, ist eine erfreuliche Nachricht. Der SCW freut sich auf die neuen Möglichkeiten und dankt allen Beteiligten, die an der Realisierung dieses anspruchsvollen Bauvorhabens arbeiten.


Die kalte Überraschung: Eröffnung erst Ende 2028


Doch zur Kälte beim Richtfest kam für den Schwimmsport eine weitere kalte Überraschung.


Während ursprünglich eine Fertigstellung des Sportparks bis Ende 2027 mit anschließender Inbetriebnahme und Eröffnung im

Jahr 2028 vorgesehen war, wird nun eine Eröffnung erst gegen Ende 2028 erwartet.


Nach Angaben der Stadt Wiesbaden bewegt sich das Projekt mit rund 153 Millionen Euro netto weiterhin im vorgesehenen Kostenrahmen. Der ursprüngliche Zeitplan lässt sich jedoch nicht mehr einhalten.


Für den SC Wiesbaden ist diese Nachricht besonders enttäuschend. Wir hatten gehofft, bereits 2028 die ersten Schwimmwettkämpfe im neuen Sportbad veranstalten zu können. Diese Perspektive rückt nun deutlich weiter nach hinten.


Das neue Bad soll nicht nur zusätzliche Trainingsmöglichkeiten schaffen, sondern auch den Schwimmstandort Wiesbaden als Austragungsort attraktiver Wettkämpfe stärken. Gerade für unsere Nachwuchsschwimmer wäre es ein besonderer Ansporn, künftig vor heimischem Publikum in einem modernen 50-Meter-Bad antreten zu können.


Besonders bitter: Die olympische Vorbereitung 2028


Noch schwerer wiegt die Verzögerung für unsere leistungsstärksten Schwimmerinnen und Schwimmer.

Der SC Wiesbaden arbeitet seit Jahren daran, sich als leistungsstarker Schwimmstandort weiterzuentwickeln. Mit unserem Trainerteam, den Trainingsgruppen und der gezielten Förderung unserer Spitzenathleten haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um auch international erfolgreich zu sein.


Für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sehen wir die Chance, dass sich bis zu sieben Schwimmerinnen und Schwimmer aus unserem Verein für eine Teilnahme qualifizieren könnten.


Bis zu fünf davon könnten für das deutsche Nationalteam infrage kommen. Hinzu kommen unsere beiden philippinisch-deutschen Schwimmer, die international für die Philippinen starten.


Diese Perspektive ist außergewöhnlich für unseren Verein und zugleich eine große sportliche Herausforderung. Noch ist keine dieser möglichen Olympiateilnahmen gesichert. Die Qualifikationsanforderungen sind hoch, und der Weg nach Los Angeles verlangt von allen Beteiligten höchste Leistungen.


Gerade deshalb hatten wir große Hoffnungen in eine rechtzeitige Nutzung des neuen Sportbades gesetzt.

Ein modernes 50-Meter-Becken direkt am Trainingsstandort hätte uns zusätzliche Möglichkeiten eröffnet, um die Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe und die olympische Qualifikation zu optimieren. Trainingszeiten, Trainingsqualität und die Organisation des täglichen Leistungssports hätten davon erheblich profitieren können.


Mit der nun angekündigten Eröffnung gegen Ende 2028 steht fest, dass der Sportpark Rheinhöhe für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Los Angeles nicht mehr zur Verfügung stehen wird.


Das ist für unsere Athleten, Trainer und den gesamten Verein ein schwerer Rückschlag. Gerade eine mögliche Teilnahme von bis zu sieben SCW-Schwimmern an Olympischen Spielen wäre ein außergewöhnlicher Erfolg und würde den SC Wiesbaden als Leistungsstandort national und international deutlich sichtbarer machen.


Freizeitbad Mainzer Straße: Hoffentlich hält das alte Bad so lange durch!


Mit der Verzögerung des Sportparks Rheinhöhe entsteht für den Wiesbadener Schwimmsport eine weitere große Herausforderung: Das in die Jahre gekommene Freizeitbad Mainzer Straße muss nun voraussichtlich ein weiteres Jahr länger

in Betrieb bleiben als ursprünglich erhofft.


Für den SC Wiesbaden ist das Freizeitbad mit seiner 50-Meter-Bahn und den dort verfügbaren Trainingszeiten unverzichtbar.


Ohne diese Wasserflächen wäre ein geregelter Trainingsbetrieb für unsere zahlreichen Wettkampfgruppen, insbesondere im leistungsorientierten Schwimmsport, kaum aufrechtzuerhalten.


Doch jedem, der die Situation des Freizeitbades kennt, ist bewusst, dass der weitere Betrieb der inzwischen stark gealterten Anlage erhebliche Anstrengungen erfordert. Die technische Infrastruktur ist seit vielen Jahren im Einsatz, und die Aufrechterhaltung des Badebetriebs wird mit zunehmendem Alter nicht einfacher.


Die größte Sorge ist deshalb nicht allein, dass wir länger auf den neuen Sportpark warten müssen. Es ist auch die Frage, ob das alte Freizeitbad bis dahin zuverlässig durchhält.


Ein längerer Ausfall oder gar eine vorzeitige Schließung würde den Schwimmsport in Wiesbaden vor enorme Probleme stellen. Besonders für die Wettkampfmannschaften des SCW wären die benötigten Wasserzeiten und die Trainingsmöglichkeiten auf einer 50-Meter-Bahn kurzfristig kaum zu ersetzen.


Deshalb gilt unser besonderer Dank bereits heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von mattiaqua, die mit großem Einsatz dafür sorgen, dass der Betrieb des Freizeitbades weiterhin möglich ist.


Wir hoffen sehr, dass es gelingt, die Anlage bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme des Sportparks Rheinhöhe funktionsfähig zu halten und die notwendigen Trainingszeiten zuverlässig abzusichern.


Für unsere Schwimmerinnen und Schwimmer bleibt damit neben der Vorfreude auf das neue Bad vor allem ein großer Wunsch: Hoffentlich hält das alte Freizeitbad so lange durch!


Jede Chance auf eine frühere Inbetriebnahme nutzen


Bei aller Enttäuschung über die Terminverschiebung bleibt unsere Hoffnung, dass sich im weiteren Bauverlauf vielleicht doch noch Möglichkeiten ergeben, das neue Schwimmbecken früher als derzeit angekündigt in Betrieb zu nehmen.

Wir wissen, dass ein Bauprojekt dieser Größenordnung mit erheblichen technischen und organisatorischen Herausforderungen verbunden ist. Sicherheit, Bauqualität und die notwendigen Genehmigungen müssen selbstverständlich gewährleistet sein.


Dennoch hoffen wir, dass alle Beteiligten jede realistische Möglichkeit prüfen und nutzen, um zumindest den Schwimmbetrieb bereits möglichst früh im Jahr 2028 aufnehmen zu können.


Für den SC Wiesbaden wäre es ein enormer Gewinn, wenn das neue 50-Meter-Becken bereits vor der vollständigen Eröffnung des Sportparks für Training und vielleicht sogar erste Wettkämpfe zur Verfügung stehen könnte.


Dabei geht es nicht nur um den Leistungssport. Auch für unsere zahlreichen Nachwuchs- und Breitensportgruppen sowie die Schwimmausbildung wäre jeder Monat, in dem die neuen Wasserflächen früher zur Verfügung stehen, von großer Bedeutung.

Eine frühere Nutzung könnte zudem das Risiko verringern, das durch den notwendigen Weiterbetrieb des alten Freizeitbades Mainzer Straße entsteht.


Wir hoffen deshalb nicht nur, dass der nun genannte Eröffnungstermin Ende 2028 eingehalten wird, sondern wünschen uns ausdrücklich, dass jede Chance auf eine frühere Inbetriebnahme des Schwimmbeckens genutzt wird.


Vielleicht ist uns das Glück ja gewogen und nach den bisherigen Verzögerungen geht es auf der Baustelle nun schneller voran als erwartet.


Der SCW braucht verlässliche Trainingsbedingungen


Unabhängig vom weiteren Baufortschritt bleibt die Sicherung der bestehenden Trainingsmöglichkeiten eine zentrale Aufgabe für die kommenden beiden Jahre.


Der SC Wiesbaden hat in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Leistungssport weiterzuentwickeln. Dazu gehören die Verstärkung des Trainerteams, Investitionen in die Trainingsinfrastruktur und die Förderung leistungsstarker Nachwuchsschwimmer.


Was wir selbst gestalten können, haben wir mit großem Engagement vorangetrieben. Bei der Bereitstellung ausreichender Wasserflächen sind wir jedoch auf die Unterstützung der Stadt und der Bäderbetreiber angewiesen.


Die Verzögerung beim Sportpark Rheinhöhe macht deshalb deutlich, wie wichtig es ist, die bestehenden Trainingsmöglichkeiten bis zur Eröffnung des neuen Bades zuverlässig zu sichern.


Für unsere Spitzenschwimmer ist die Vorbereitung auf Los Angeles 2028 keine ferne Zukunft. Sie läuft bereits. Jede Trainingseinheit zählt, und gerade auf internationalem Niveau können optimale Trainingsbedingungen entscheidende Unterschiede ausmachen.


Wir hoffen deshalb, dass die besonderen Anforderungen des Leistungssports bei der Vergabe und Sicherung der vorhandenen Wasserzeiten in den kommenden beiden Jahren entsprechend berücksichtigt werden.


Vorfreude bleibt, auch wenn Geduld gefragt ist


Trotz der enttäuschenden Nachricht bleibt das Richtfest ein bedeutender Schritt für die Zukunft des Schwimmsports in Wiesbaden.


Mit dem Sportpark Rheinhöhe entsteht eine Anlage, die neue Perspektiven für den Schul- und Vereinssport, die Schwimmausbildung, den Breitensport und den Leistungssport eröffnen wird.


Der SC Wiesbaden möchte diese Möglichkeiten aktiv nutzen, eigene Wettkämpfe veranstalten und dazu beitragen, Wiesbaden als Schwimmstandort weiterzuentwickeln.


Bis dahin müssen wir allerdings länger warten als erhofft. Entscheidend wird sein, dass der Schwimmsport in Wiesbaden während dieser Übergangszeit nicht unter die Räder gerät und die bestehenden Wasserflächen zuverlässig zur Verfügung stehen.


Unser Ziel Los Angeles 2028 bleibt davon unberührt. Wir werden alles daransetzen, unseren Schwimmerinnen und Schwimmern trotz der Verzögerung die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren Weg zu den Olympischen Spielen zu bieten.


Und vielleicht gelingt es ja doch noch, das neue Schwimmbecken früher als erwartet in Betrieb zu nehmen.


Denn eines ist sicher: Unsere Schwimmerinnen und Schwimmer stehen längst in den Startblöcken. Jetzt hoffen wir, dass auch der Sportpark Rheinhöhe auf den letzten Metern noch einmal Tempo aufnimmt!

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