SCW auf Platz drei – Deutscher Rekord im Kleinfeldchen

Ein kompakter Wettkampftag, zehn Mannschaften aus ganz Hessen, gute Stimmung und zum Abschluss ein Deutscher Masters-Rekord: Der Landesentscheid der DMS Masters 2026 im Wiesbadener Kleinfeldchen hatte einiges zu bieten. Die Masters des SC Wiesbaden belegten mit 16.053 Punkten den dritten Platz.


Am Sonntag, 27. September, war der SC Wiesbaden 1911 Ausrichter des 29. Landesentscheids der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Masters in Hessen. Zehn Mannschaften hatten für den Wettkampf gemeldet. Insgesamt standen 121 Schwimmerinnen und Schwimmer in den Aufstellungen, 58 Frauen und 63 Männer. Jede Mannschaft hatte 24 Strecken über die beiden Wettkampfabschnitte zu absolvieren.


Austragungsort war das 25-Meter-Trainingsbecken im Kleinfeldchen. Für das Bad war es zugleich eine kleine Premiere: Erstmals fand dort nach der Montage der neuen Trackstart-Startblöcke ein Wettkampf statt.


Alles bereit für einen kurzen Wettkampftag


Bereits am Morgen war alles rechtzeitig vorbereitet. Um 10 Uhr begann das Einschwimmen, um 11 Uhr der erste Wettkampfabschnitt. Der SCW stellte als Ausrichter unter anderem Sprecher, Auswertung, Protokollführung und weitere Mitglieder des Kampfgerichts.


Die DMS Masters unterscheiden sich deutlich von einem klassischen Einzelwettkampf. Nicht Medaillen auf einzelnen Strecken stehen im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Mannschaftsergebnis. Für jede geschwommene Leistung werden entsprechend Alter und Leistung Masters-Punkte vergeben. Am Ende entscheidet die Summe aller Ergebnisse über die Platzierung.


Das sorgte für einen kurzweiligen Wettkampf. Nach nur knapp eineinhalb Stunden war der erste Abschnitt um 12:27 Uhr beendet. Nach der Pause folgte der zweite Teil, und bereits um 14:47 Uhr war der gesamte Wettkampf abgeschlossen.

Dabei kam auch die Atmosphäre nicht zu kurz. Musik in der Halle begleitete den Wettkampf und kam bei den Gästen gut an. Von den teilnehmenden Mannschaften gab es viele positive Rückmeldungen zur Veranstaltung und zur Organisation.

SCW-Masters erstmals in den neuen Teamshirts


Auch optisch trat das Wiesbadener Team diesmal neu auf. Die SCW-Masters präsentierten sich erstmals gemeinsam in ihren neuen Team-T-Shirts.


Möglich wurde die Anschaffung durch Spenden. Damit hat die Mastersmannschaft nun auch außerhalb des Wassers einen gemeinsamen Auftritt, der zum Mannschaftsgedanken der DMS hervorragend passt.


Sportlich ging der SCW mit einem großen Team in den Landesentscheid: neun Frauen und neun Männer standen in der Mannschaftsaufstellung. Insgesamt absolvierte Wiesbaden die vorgesehenen 24 Strecken.


SCW lange im Kampf um Platz zwei


Auch sportlich entwickelte sich für die Gastgeber ein spannender Wettkampf.


Nach dem ersten Abschnitt lag Wiesbaden mit 7.978 Punkten auf Platz zwei, nur 45 Punkte vor der zweiten Mannschaft des SCW Eschborn.


Im zweiten Abschnitt blieb der Kampf um die Podiumsplätze eng. Nach 14 Wettbewerben lag Wiesbaden mit 9.149 Punkten nur 50 Punkte hinter Eschborn II.


Am Ende setzte sich Eschborn II durch. Der Landesentscheid endete mit:

1. SCW Eschborn I – 19.585 Punkte
2. SCW Eschborn II – 16.439 Punkte
3. SC Wiesbaden 1911 – 16.053 Punkte


Damit fehlten dem SCW lediglich 386 Punkte auf Platz zwei. Vierter wurde der Erste Offenbacher SC I mit 15.654 Punkten.


Insgesamt lagen zwischen Platz zwei und vier damit nur 785 Punkte.

Starke Leistungen der Wiesbadener Masters


Eine ganze Reihe guter Einzelergebnisse trug zum dritten Platz bei.


Friederike Hackmann gewann über 800 Meter Freistil in 9:52,32 Minuten und holte dafür 785 Masters-Punkte. Besonders knapp war der Zieleinlauf gegen Nicola Grebe aus Eschborn, die nur 27 Hundertstelsekunden später anschlug.


Im zweiten Abschnitt setzte Friederike ihre starke Vorstellung fort. Über 200 Meter Rücken schwamm sie 2:27,76 Minuten und erhielt 787 Punkte. Über 400 Meter Lagen gewann sie in 5:22,99 Minuten mit 803 Punkten auch die offene Wettkampfwertung.


Einen besonders wertvollen Beitrag für das Mannschaftsergebnis lieferte Jürgen Keller. Seine 27,76 Sekunden über 50 Meter Freistil wurden aufgrund seiner Altersklasse mit starken 880 Masters-Punkten bewertet.


Auch Dany Grundmann sammelte wichtige Punkte. Über 200 Meter Freistil erreichte sie 2:28,84 Minuten und 728 Punkte. Über 400 Meter Freistil folgten 5:12,09 Minuten und 772 Punkte.


Weitere starke Auftritte kamen unter anderem von Andrej Belosludov, der die 200 Meter Lagen in 2:24,62 Minuten gewann, sowie von Antonio Pezelj, der über 200 Meter Schmetterling in 2:28,20 Minuten Dritter wurde.

Deutscher Masters-Rekord im Kleinfeldchen


Für den sportlichen Höhepunkt des Tages sorgte allerdings ein Gast.


Frank Gruner vom SCW Eschborn schwamm die 200 Meter Rücken in 2:16,19 Minuten.


Der Jahrgang 1970 startete in der Altersklasse 55. Seine Leistung brachte ihm nicht nur außergewöhnliche 1.163 Masters-Punkte, sondern bedeutete zugleich einen Deutschen Masters-Rekord. Im offiziellen Wettkampfprotokoll ist die Leistung entsprechend mit „DAK“ gekennzeichnet.


Damit erlebte das Wiesbadener Trainingsbecken gleich beim ersten Wettkampf mit den neuen Trackstartblöcken eine besondere sportliche Premiere.


Gemeinsam bis zum letzten Handgriff


Nach dem letzten Anschlag war der Wettkampftag für das SCW-Team noch nicht ganz beendet.


Während sich die Gastmannschaften nach einem kurzen und gelungenen Landesentscheid auf den Heimweg machen konnten, ging es für die Wiesbadener noch einmal an die Arbeit. Das Team baute gemeinsam die Wettkampfausstattung zurück und brachte das Trainingsbecken wieder in seinen normalen Zustand.


So endete ein Wettkampftag, der zeigte, was Masters-Schwimmen ausmacht: sportlicher Ehrgeiz und starke Leistungen auf der einen Seite, Gemeinschaft und Freude am Schwimmsport auf der anderen.


Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer, das Kampfgericht, die teilnehmenden Vereine und natürlich an unsere Masters, die im Wasser und außerhalb gemeinsam für einen gelungenen DMS-Landesentscheid in Wiesbaden gesorgt haben. ❤️


Ein herzlicher Dank für die Bilder geht an Stefan Sonnenschein.

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