21 SCW-Sportler und 2 Betreuer in der Türkei – intensive Trainingstage auf über 2.000 Metern Höhe

Am kommenden Sonntag geht für die Trainingsgruppe des Schwimm-Club Wiesbaden 1911 e.V. das diesjährige Höhentrainingslager in Erzurum zu Ende. Hinter den Aktiven liegen intensive Trainingstage, ein klar strukturierter Tagesablauf und jede Menge Arbeit im Wasser und an Land. Die Hoffnung ist groß, dass sich der Einsatz bei den anstehenden Wettkämpfen der Kurzbahnsaison auszahlt.
In mehreren Etappen nach Erzurum
Den Anfang machten Urs Laurin Bludau und Adrian Eichler, die bereits am 25. September nach Erzurum reisten. Am 1. Oktober folgte die Hauptgruppe des SCW. Mit dabei war auch Nika Kolmans, die sich erst kurzfristig zur Teilnahme entschlossen hatte.
Die Gruppe wurde in den darauffolgenden Tagen noch ergänzt: Diego Heinze stieß nach seinem Wettkampf in Barcelona dazu, Yvonne Prehn nach ihrem Trainingslager im Rettungsschwimmen.
Insgesamt war der SCW mit 21 Personen in Erzurum vertreten.
Eine Besonderheit gab es bei Jannes Schmidt: Er absolvierte zunächst sein Höhentrainingslager mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV), der ebenfalls in Erzurum trainierte. Nach der Abreise der DSV-Gruppe wechselte Jannes wie geplant für die letzten sechs Tage in das Trainingslager seines Heimatvereins.
Nicht in Erzurum, aber ebenfalls im Höhentraining war Timo Sorgius. Er bereitete sich mit seiner Trainingsgruppe aus Uster in der Schweiz in der Sierra Nevada in Spanien auf die kommenden Wettkämpfe vor.
Training, Essen, Regeneration – und wieder von vorne
Wer bei einem Trainingslager in der Türkei an Urlaub denkt, liegt in Erzurum ziemlich daneben. Auf über 2.000 Metern Höhe stand für unsere Sportler vor allem eines im Mittelpunkt: trainieren, regenerieren und wieder trainieren.
Der Tagesablauf folgte einem festen Rhythmus:
Aufstehen, frühstücken, Schwimmtraining, ausruhen, essen, Landtraining, ausruhen, erneut Schwimmtraining, Abendessen und schlafen.
Viel Raum für weitere Freizeitaktivitäten bleibt bei einem solchen Programm nicht. Die Trainingsbelastung ist hoch, und gerade in der Höhe kommt der Erholung zwischen den Einheiten eine besondere Bedeutung zu.
Eine gute Entscheidung war deshalb die Buchung des Hotelbuffets. Nach den anstrengenden Einheiten musste schließlich nicht nur der Hunger gestillt, sondern auch der hohe Energieverbrauch wieder ausgeglichen werden. Ausreichend und regelmäßig zu essen gehört bei einem solchen Trainingslager genauso dazu wie das Training selbst.
Erfreulich ist außerdem, dass die Gruppe bislang von größeren krankheitsbedingten Ausfällen verschont geblieben ist. Gerade bei einem intensiven Trainingslager ist das keineswegs selbstverständlich.
Montags durfte es auch einmal etwas anderes sein
Ganz ohne Abwechslung ging es natürlich nicht. Der Montag war als Ruhetag vorgesehen und bot Gelegenheit, Erzurum auch außerhalb von Hotel und Schwimmbad kennenzulernen.
Bei Ausflügen in die Stadt konnten die Sportler neue Eindrücke sammeln. Für etwas andere Geschwindigkeiten als im Schwimmbecken sorgte außerdem das Kartfahren in der Mall von Erzurum.
Solche gemeinsamen Unternehmungen sind eine willkommene Abwechslung zum durchgetakteten Trainingsalltag und stärken gleichzeitig den Zusammenhalt der Gruppe.
Die Wirkung soll sich jetzt im Wettkampf zeigen
Das Höhentrainingslager ist ein wichtiger Baustein in der Vorbereitung auf die Höhepunkte der Kurzbahnsaison. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) und die Wettkämpfe auf dem Weg dorthin.
Die besondere Trainingsumgebung in Erzurum bietet die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum konzentriert und ohne die üblichen Verpflichtungen des Alltags zu arbeiten. Ob und in welchem Umfang sich das Höhentraining auf die Wettkampfleistungen auswirkt, wird sich allerdings erst in den kommenden Wochen zeigen.
Alle Beteiligten haben hart gearbeitet und hoffen nun, dass sich die vielen Trainingskilometer, die Einheiten an Land und die konsequente Regeneration in guten Zeiten und erfolgreichen Wettkämpfen widerspiegeln.
Am Sonntag geht es zurück nach Wiesbaden. Danach beginnt die spannende Phase: Die Arbeit ist gemacht, jetzt sollen die Ergebnisse folgen.
Der SCW wünscht allen Aktiven eine gute Heimreise, eine erfolgreiche weitere Vorbereitung und viel Erfolg bei den kommenden Wettkämpfen!












