Für William Klotz wartet nach dem zentralen NK2-Lehrgang des Deutschen Schwimm-Verbandes bereits die nächste intensive Trainingsphase

Der Deutsche Jahrgangsmeister über 400 Meter Lagen reist mit dem Perspektivteam des Hessischen Schwimm-Verbandes für zehn Tage ins türkische Belek. Dort steht ein umfangreicher Grundlagenblock für die bevorstehende Kurzbahnsaison auf dem Programm.


Für William setzt sich damit eine Saison fort, in der sich die Entwicklung des 15-Jährigen immer stärker über die Grenzen des täglichen Vereinstrainings hinaus bewegt.

Erst vor wenigen Tagen war der SCW-Schwimmer beim zentralen Lehrgang des DSV-Nachwuchskaders 2 in Saarbrücken. Nun folgt die nächste Maßnahme, diesmal mit dem Perspektivteam des Hessischen Schwimm-Verbandes.

Ziel ist die türkische Riviera.


Zehn Tage Grundlagenarbeit in Belek


Im Mittelpunkt des Trainingslagers steht nicht die unmittelbare Vorbereitung auf einen einzelnen Wettkampf, sondern der Aufbau einer belastbaren Grundlage für die kommenden Monate.

Über zehn Tage stehen umfangreiche Wassereinheiten auf dem Programm. Ergänzt wird die Arbeit im Becken durch Athletik- und Techniktraining.


Gerade zu Beginn einer neuen Trainingsphase geht es darum, Umfang und Qualität wieder systematisch aufzubauen. Die Arbeit an Ausdauer und Technik schafft anschließend die Voraussetzungen dafür, im weiteren Saisonverlauf intensiver und wettkampfspezifischer trainieren zu können.


Für William kommt der Lehrgang zu einem interessanten Zeitpunkt. Die Langbahnsaison mit Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und internationalem Einsatz liegt hinter ihm, während mit dem Herbst nun die Kurzbahn in den Mittelpunkt rückt.


Vom Förderteam ins Perspektivteam


Dass William mit nach Belek reist, ist auch Ausdruck seiner Entwicklung innerhalb der hessischen Nachwuchsförderung.

Bereits in der Saison 2025/26 gehörte er dem Nachwuchs-Förderteam des Hessischen Schwimm-Verbandes an. Der HSV beruft in dieses Team besonders erfolgreiche Nachwuchsathletinnen und -athleten und unterstützt sie unter anderem durch zusätzliche Trainingsmaßnahmen, Trainingslager und Wettkämpfe.


Für die neue Saison folgte der nächste Schritt:

William wurde in das Perspektivteam des Hessischen Schwimm-Verbandes berufen.


Damit gehört er zu den hessischen Nachwuchsathleten, deren Entwicklung der Landesverband besonders begleitet.

Für den SC Wiesbaden ist das zugleich ein schönes Beispiel dafür, wie die verschiedenen Ebenen der Nachwuchsförderung ineinandergreifen können: Das tägliche Training findet im Verein und am Standort Wiesbaden statt. Hinzu kommen Maßnahmen des Hessischen Schwimm-Verbandes und inzwischen auch Lehrgänge und Wettkämpfe auf Bundesebene.


Eine Saison mit großen Schritten


Williams Nominierung für das Perspektivteam kommt nach einer Saison, in der er sportlich mehrere große Schritte gemacht hat.


Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin gewann er im Jahrgang 2011 über 400 Meter Lagen den Deutschen Meistertitel.

Seine Zeit:

4:38,93 Minuten.


Ein Jahr zuvor hatte William auf derselben Strecke noch Bronze gewonnen. Innerhalb eines Jahres verbesserte er sich damit um 15,60 Sekunden und schaffte den Sprung von Platz drei auf Platz eins.


Doch William überzeugte 2026 nicht nur über die Lagenstrecke. Bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften gewann er sechs Titel, über 1.500 Meter Freistil wurde er Hessischer Jahrgangsmeister in 17:19,34 Minuten.


Gerade diese Vielseitigkeit ist eine seiner Stärken.


Auch auf Bundesebene angekommen


Mit seinen Leistungen erfüllte William zudem die NK2-Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes.


Damit öffnete sich für ihn eine weitere Ebene.


Im Sommer trainierte er bereits mit dem deutschen Nachwuchsteam auf Mallorca. Anschließend gehörte er beim Central European Countries Junior Meeting in Ljubljana zum deutschen Aufgebot und durfte erstmals für Deutschland starten.


Über 200 und 400 Meter Lagen erreichte er dort jeweils das Finale.


Vom 24. bis 27. September folgte schließlich der zentrale NK2-Lehrgang des DSV in Saarbrücken.


Innerhalb weniger Monate führte Williams Weg damit vom täglichen Training in Wiesbaden über das HSV-Perspektivteam bis zu Maßnahmen des Deutschen Schwimm-Verbandes.


Trainingsbedingungen an der türkischen Riviera


Mit Belek wartet nun ein völlig anderes Umfeld.


Der Ferienort liegt an der türkischen Riviera östlich von Antalya. Die Region hat sich neben dem Tourismus auch als Standort für Trainingslager verschiedener Sportarten etabliert.


Für Schwimmer sind dabei vor allem geeignete 50-Meter-Trainingsmöglichkeiten, ergänzende Athletikbereiche und kurze Wege zwischen Unterkunft, Regeneration und Training interessant.


Das milde Klima bietet im Herbst zudem die Möglichkeit, einen großen Teil des Tages und insbesondere ergänzende Athletikeinheiten im Freien zu absolvieren.


Anders als beim Höhentraining in Erzurum geht es in Belek nicht um die Anpassung an ein reduziertes Sauerstoffangebot. Der Vorteil liegt vielmehr darin, für mehrere Tage aus dem normalen Schul- und Trainingsalltag herauszukommen und sich gemeinsam mit anderen leistungsstarken Nachwuchsathleten auf einen konzentrierten Trainingsblock einzulassen.


Drei Ebenen, ein gemeinsames Ziel


Williams Trainingslager zeigt zugleich, wie Nachwuchsförderung im Leistungssport funktionieren kann.

Die Basis entsteht im täglichen Vereinstraining.


Der Hessische Schwimm-Verband ergänzt diese Arbeit durch sein Perspektivteam und gemeinsame Maßnahmen.

Und wenn die entsprechenden Leistungen erreicht werden, kommt mit dem Deutschen Schwimm-Verband die Bundesebene hinzu.


Für William greifen inzwischen alle drei Ebenen ineinander.


Nach Deutschem Jahrgangsmeistertitel, NK2-Norm, dem ersten Start für Deutschland und dem zentralen DSV-Lehrgang ist das Trainingslager mit dem HSV-Perspektivteam nun der nächste Baustein.

Und anschließend wartet bereits die Kurzbahnsaison.


Wir wünschen William und dem gesamten HSV-Perspektivteam zehn intensive, erfolgreiche und schöne Trainingstage in Belek! ❤️

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