Starker internationaler Auftritt für den SC Wiesbaden: Diego Heinze schwimmt beim European Aquatics Open Water Swimming Cup über 10 Kilometer auf Platz fünf der Gesamtwertung und ist damit bester Junior im internationalen Feld.

Mit Cyrill Maurer war ein zweiter Athlet aus der Wiesbadener Trainingsgruppe im Lago Maggiore am Start.
Der Freiwassersport entwickelt sich beim SC Wiesbaden immer mehr zu einer internationalen Stärke. Beim European Aquatics Open Water Swimming Cup im schweizerischen Tenero stellte sich Diego Heinze über die olympische 10-Kilometer-Distanz einem hochklassig besetzten europäischen Feld.
Und der 2007 geborene SCW-Athlet zeigte, dass er inzwischen auch international mit der Spitze mithalten kann.
Platz fünf mitten in der europäischen Spitze
Das Rennen im Lago Maggiore entwickelte sich zu einer ausgesprochen engen Entscheidung. Geschwommen wurden zehn Kilometer auf einem Kurs über sechs Runden. Nach fast zwei Stunden im Wasser trennten die ersten zehn Schwimmer gerade einmal 14,53 Sekunden.
Den Sieg holte sich der Italiener Dario Verani in 1:47:19,51 Stunden vor Bartosz Kapala aus Polen und Jaan Pasko aus Estland. Fabio Dalu aus Italien wurde Vierter.
Direkt dahinter kam bereits Diego Heinze für Deutschland auf Platz fünf ins Ziel.
Damit ließ der junge Wiesbadener zahlreiche erfahrene internationale Freiwasserschwimmer hinter sich. Gleichzeitig war Diego der schnellste Junior des gesamten Rennens.
Gerade die geringe Differenz innerhalb der Spitzengruppe zeigt die Qualität dieses Ergebnisses: Auf zehn Kilometern entschied sich das Rennen erst auf der letzten Runde.
Vom Deutschen Juniorenmeister in die europäische Spitze
Für Diego setzt sich damit eine starke Freiwassersaison fort.
Bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften 2026 in Regensburg hatte er über zehn Kilometer bereits Bronze in der offenen Klasse und den Titel in der Juniorenwertung gewonnen. Über fünf Kilometer folgte Silber in der offenen und in der Juniorenwertung.
Nun gelang ihm der nächste Schritt auf internationaler Ebene.
Der Deutsche Schwimm-Verband hatte Diego gezielt für den Europacup in Tenero nominiert. Zum deutschen Aufgebot gehörten neben ihm unter anderem Fabienne Wenske, Luisa Rumler, Sydney Savannah Ferch, Mika Kovács, Moritz Bockes und Lukas Steuter.
Mit Platz fünf im offenen Männerfeld bestätigte Diego das Vertrauen des DSV eindrucksvoll.
Zwei SCW-Athleten im internationalen 10-km-Feld
Mit Cyrill Maurer war ein weiterer Athlet aus der Wiesbadener Trainingsgruppe im Europacup vertreten.
Der Schweizer Freiwasserspezialist gehört seit August zum SC Wiesbaden und trainiert in Wiesbaden gemeinsam mit Diego und den weiteren Athleten des Top Teams. Für die Schweiz startete Cyrill in Tenero ebenfalls über die zehn Kilometer und belegte Platz 23 im internationalen Feld.
Damit standen erstmals zwei Athleten aus der aktuellen Wiesbadener Trainingsgruppe gemeinsam in einem Rennen des European Aquatics Open Water Swimming Cup.
Für Cyrill war das Wochenende gleichzeitig mit den Schweizer Freiwassermeisterschaften verbunden, die in Tenero parallel zum Europacup ausgetragen wurden.
Über drei Kilometer gewann er in der Youth-A-Wertung Bronze bei den Schweizer Juniorenmeisterschaften. Sieger Tobias Birrer schlug nach 33:39,3 Minuten vor Gioele Rezzonico und Cyrill Maurer an.
Auch über zehn Kilometer gehörte Cyrill zum Feld der Schweizer Meisterschaften.
Ein Europacup mit ungewöhnlichem Saisonstart
Eigentlich sollte der European Aquatics Open Water Swimming Cup 2026 bereits am 18. April im zyprischen Protaras beginnen. Die Veranstaltung musste jedoch witterungsbedingt abgesagt werden.
Damit wurde Tenero Anfang September zum tatsächlichen Auftakt der diesjährigen Europacup-Saison.
Nach dem Rennen im Lago Maggiore folgen noch zwei weitere Stationen:
- 26. September: Razanac, Kroatien
- 3. Oktober: Barcelona, Spanien
In Barcelona fällt schließlich die Entscheidung über die Gesamtwertung des European Aquatics Open Water Swimming Cup 2026.
Auch für Diego ist die internationale Saison damit noch nicht beendet. Der DSV hat ihn ebenfalls für das Europacup-Finale in Barcelona vorgesehen.
Freiwasser wird zu einer Stärke des SCW
Die Entwicklung von Diego Heinze und Cyrill Maurer passt zu einer Entwicklung, die beim SC Wiesbaden inzwischen deutlich sichtbar wird.
Bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften überzeugte der SCW bereits mit Medaillen und Kadernormen. Bei den Hessischen Freiwassermeisterschaften im August gewann der Verein mit sechs Gold-, sechs Silber- und einer Bronzemedaille den Medaillenspiegel.
Dort standen mit Jannes Schmidt und Cyrill Maurer zwei SCW-Athleten über fünf Kilometer auf den ersten beiden Plätzen der offenen Wertung.
Nun folgt der nächste Schritt: zwei Athleten aus der Wiesbadener Trainingsgruppe gemeinsam auf der internationalen 10-Kilometer-Distanz und Diego Heinze als Fünfter mitten in der europäischen Spitze.
Das ist nicht nur ein starkes Einzelergebnis. Es zeigt auch, welches Potenzial sich im Freiwasserbereich des SC Wiesbaden entwickelt.
Herzlichen Glückwunsch an Diego und Cyrill zu ihren Leistungen in Tenero! ❤️



















