Von E bis A gemeinsam stark: SCW mit großem Team beim DMSJ-Bezirksdurchgang

Ein Bezirkssieg, vier weitere Podestplätze, zwei nahezu gleich schnelle A-Jugend-Mannschaften und insgesamt 134 Aktive: Beim DMSJ-Bezirksdurchgang des HSV-Bezirks Mitte am 19. und 20. September 2026 in Gelnhausen zeigte der Schwimm-Club Wiesbaden vor allem eines: Mannschaftsstärke über nahezu den gesamten Nachwuchsbereich.


Mit 69 Schwimmerinnen und 65 Schwimmern sowie 85 Staffelmeldungen stellte der SCW das größte Aufgebot der zehn teilnehmenden Vereine.


Dabei reichte die Mannschaftskette von den jüngsten Aktiven der E-Jugend bis zu den ältesten Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmern der A-Jugend.


Bei der DMSJ zählt das Team


Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Schwimmen der Jugend unterscheidet sich von einem klassischen Schwimmwettkampf. Nicht die Einzelergebnisse entscheiden über die Platzierung, sondern die Leistungen der Mannschaft in verschiedenen Staffeln.


Damit reicht es nicht, einzelne besonders schnelle Schwimmerinnen oder Schwimmer zu haben. Benötigt werden komplette Teams, Vielseitigkeit in allen Schwimmarten und möglichst ausgeglichene Leistungen.

Gerade deshalb ist die große Zahl der SCW-Aktiven in Gelnhausen ein wichtiger Teil des Ergebnisses.


Die Jüngsten sammeln ihre ersten DMSJ-Erfahrungen


Die Mannschaftskette des SCW begann bereits in der E-Jugend. Hier werden Freistil, Brust, Rücken und Lagen als 4 × 50-Meter-Staffeln sowie Schmetterling als 4 × 25 Meter geschwommen.


Für die jüngsten Wiesbadener Mannschaften verlief der Wettbewerb nicht ohne Schwierigkeiten. Bei den Mädchen wurde die Bruststaffel disqualifiziert, später trat die Mannschaft zur Schmetterlingsstaffel nicht mehr an. Bei den Jungen kam es in der Schmetterlingsstaffel ebenfalls zu einer Disqualifikation. Dadurch erreichten beide SCW-Mannschaften keine vollständige Endwertung.


Gerade bei den Jüngsten gehört aber auch das zur Wettkampferfahrung. Bei einer Staffel müssen nicht nur vier Kinder schnell schwimmen. Wechsel, Wenden und die technischen Anforderungen müssen von allen Mannschaftsmitgliedern regelgerecht absolviert werden.


So lernen die Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer schon früh den besonderen Charakter der DMSJ kennen: Das eigene Rennen ist immer auch ein Rennen für die Mannschaft.


D-Jugend absolviert das komplette Programm


Eine Stufe weiter waren die beiden Mannschaften der D-Jugend. Hier absolvierten die Wiesbadener Teams das komplette DMSJ-Programm.


Die D-Jungen belegten mit einer Gesamtzeit von 28:18,63 Minuten Platz sechs. Ihre fünf Staffeln absolvierten sie in 5:27,19 Minuten über Freistil, 7:12,87 über Brust, 6:20,03 über Rücken, 2:59,29 über 4 × 50 Meter Schmetterling und 6:19,25 Minuten in der abschließenden Lagenstaffel.


Auch die D-Mädchen brachten alle fünf Staffeln in die Wertung. Nach den ersten drei Wettbewerben lagen sie mit 18:10,19 Minuten auf Rang sechs. Im Mittelfeld ging es dabei eng zu: Zu diesem Zeitpunkt lagen beispielsweise nur 3,41 Sekunden zwischen Wiesbaden und Bad Homburg.


In diesen Altersklassen geht es noch nicht allein um vordere Platzierungen. Entscheidend ist auch, Mannschaften aufzubauen, Wettkampferfahrung zu sammeln und die jungen Aktiven schrittweise an die Anforderungen heranzuführen, die sie später in C-, B- und A-Jugend erwarten.


Bronze für die C-Mädchen


Dass aus dieser Nachwuchsarbeit später Podestmannschaften entstehen können, zeigte die weibliche Jugend C.


SCW I erreichte in 25:58,97 Minuten Platz drei. Auf die zweitplatzierte SG Frankfurt fehlten lediglich 11,27 Sekunden. Gleichzeitig musste bis zum Ende gekämpft werden: Der Schwimmclub Oberursel lag als Vierter nur 4,79 Sekunden hinter Wiesbaden.

Am Sonntag legte die Mannschaft entscheidend zu. Über Schmetterling schwammen Laura Yiyi Tan, Emma Titus, Juliane Fertig und Johanna Schwalbe 4:58,75 Minuten. In der abschließenden Lagenstaffel erreichten Pauline Derucki, Emma Titus, Juliane Fertig und Laura Yiyi Tan 5:01,85 Minuten.


Damit sicherten sich die Wiesbadenerinnen Bronze.


Bemerkenswert war auch hier die Breite: Mit SCW II konnte Wiesbaden eine zweite vollständige C-Mädchenmannschaft stellen. Sie erreichte mit 29:03,06 Minuten Platz sieben.


Zwei Mannschaften auch bei den C-Jungen


Auch die männliche C-Jugend war doppelt vertreten.


SCW I belegte in 26:41,35 Minuten Platz vier, SCW II kam mit 30:32,43 Minuten auf Rang sechs.


Zu den auffälligen Leistungen der ersten Mannschaft gehörte Henry Alexander Domscheit (2013). Er eröffnete die Freistilstaffel in 1:00,13 Minuten, schwamm 1:19,51 Minuten Brust und 1:09,63 Minuten Schmetterling und wurde auch in der Lagenstaffel eingesetzt.


In dieser Altersklasse ist zugleich noch Entwicklungspotenzial zu erkennen. Einzelne schnelle Leistungen sind bereits vorhanden, die Leistungsdichte innerhalb der Mannschaft ist jedoch noch nicht so ausgeprägt wie bei einigen älteren SCW-Teams.


Zwei B-Mädchenmannschaften zeigen Breite


Bei der weiblichen Jugend B brachte der SCW ebenfalls zwei komplette Mannschaften durch den Wettbewerb.

SCW I wurde in 25:06,83 Minuten Vierter, SCW II erreichte in 28:28,37 Minuten Platz sechs.


Eine wichtige Rolle in der ersten Mannschaft spielte Lara-Maria Bensalah (2012). Sie absolvierte ihren Freistilabschnitt in 1:02,86 Minuten, Brust in 1:15,97 und Schmetterling in 1:09,47 Minuten. In der Lagenstaffel übernahm sie erneut die Bruststrecke.


Gemeinsam mit Nele Kämper, Merle Minner und Charlotte Heinendirk bildete sie einen wichtigen Kern der ersten Mannschaft.


B-Jungen entscheiden Sekundenkrimi für sich


Den Bezirkstitel für den SCW holte die erste Mannschaft der männlichen Jugend B.

Und die Entscheidung hätte kaum enger ausfallen können.


Nach fünf Staffeln stand für Wiesbaden eine Gesamtzeit von 22:04,76 Minuten auf der Uhr. Die SG Frankfurt folgte in 22:07,84 Minuten. Ganze 3,08 Sekunden entschieden damit über Platz eins.


Schon der Weg dorthin war spannend. Die ursprünglich geschwommene Freistilstaffel des SCW wurde disqualifiziert. Im Nachschwimmen reagierte die Mannschaft stark: Jackson Steele, William Klotz, Lars Ramberger und Niklas Maack schwammen 3:53,38 Minuten und damit sogar die schnellste gewertete Freistilzeit dieser Altersklasse.


Nach Freistil, Brust und Rücken lag der SCW trotzdem noch knapp hinter Frankfurt.


Die Wende kam am Sonntag über Schmetterling. Niklas Maack, Jackson Steele, Lars Ramberger und William Klotz erreichten 4:18,03 Minuten. Frankfurt benötigte 4:26,34 Minuten. Allein in dieser Staffel machte Wiesbaden mehr als acht Sekunden auf den direkten Konkurrenten gut.


William Klotz beendete die Staffel dabei mit einem Abschnitt von 58,68 Sekunden.

In der abschließenden Lagenstaffel brachten Jackson Steele, William Klotz, Lars Ramberger und Niklas Maack den Vorsprung ins Ziel.


Bezirkssieger mit 3,08 Sekunden Vorsprung.


Auch hinter dem Siegerteam besitzt der SCW Substanz. Die zweite B-Jungenmannschaft erreichte mit 23:56,59 Minuten Platz vier.


Silber für die A-Mädchen


Die weibliche Jugend A setzte die Reihe der Podestplätze fort und wurde in 25:08,60 Minuten Zweite.

Die SG Frankfurt gewann in 23:35,94 Minuten. Hinter Wiesbaden folgte der WSV Großkrotzenburg in 26:09,86 Minuten. Damit hatte der SCW mehr als eine Minute Vorsprung auf Platz drei.


Im Verlauf des Wochenendes kamen unter anderem Nika Kolmans, Kata Frida Bardi, Karlotta Reihle, Sabina Ahmedov, Milla Kaiser, Finya Heumann, Emily Oster und Raissa Sawallich zum Einsatz.


In der abschließenden Lagenstaffel schwammen Raissa Sawallich, Milla Kaiser, Nika Kolmans und Sabina Ahmedov 4:56,83 Minuten und sicherten damit den zweiten Platz.


Zwei A-Jungenmannschaften gemeinsam auf dem Podest


Eine der bemerkenswertesten SCW-Leistungen des Wochenendes lieferte die männliche A-Jugend.

Hinter der SG Frankfurt belegten gleich zwei Wiesbadener Mannschaften die Plätze zwei und drei:

SCW II: 21:06,96 Minuten
SCW I: 21:13,79 Minuten


Nach mehr als 21 Minuten Wettkampf lagen zwischen den beiden Wiesbadener Mannschaften gerade einmal 6,83 Sekunden.

Bereits die Freistilstaffeln zeigten die außergewöhnliche Breite. Für SCW II schwammen Malte Minner, Florian Funke, Emil Ziener und Florentin Bensalah 3:44,18 Minuten.


SCW I trat mit Julian Bleek, Noah Schmitt, Hannes Schultetus und David Fritz an und benötigte 3:45,72 Minuten.

Acht unterschiedliche Schwimmer und nur 1,54 Sekunden Unterschied zwischen den beiden Mannschaften.


Am Sonntag fast zeitgleich


Noch eindrucksvoller wurde es am zweiten Wettkampftag.


Über Schmetterling benötigte SCW I 4:08,39 Minuten, SCW II 4:08,42 Minuten.

Drei Hundertstelsekunden trennten die beiden SCW-Staffeln.


Auch in der Lagenstaffel lagen die Wiesbadener Mannschaften mit 4:09,91 beziehungsweise 4:10,39 Minuten nahezu gleichauf.

Zu den auffälligen Einzelleistungen gehörte unter anderem Florentin Bensalah mit 54,06 Sekunden Freistil, 59,12 Sekunden Schmetterling sowie 1:08,76 Minuten Brust innerhalb der Lagenstaffel. Auch Emil Ziener, Julian Bleek und Noah Schmitt lieferten schnelle Abschnitte.


A-Jugend noch nicht in Bestbesetzung


Das Ergebnis der A-Jungen gewinnt zusätzlich an Bedeutung, wenn man die besonderen personellen Voraussetzungen dieses Wochenendes berücksichtigt.


Jannes Schmidt fehlte aufgrund eines anderen Einsatzes vollständig. Zudem kamen mehrere Wiesbadener Schwimmer erst nach ihrer Teilnahme am Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Berlin zurück und standen deshalb erst am Sonntag für die DMSJ zur Verfügung.


Dazu gehörten Jannes Mika Kämper und Tom Scott Mühlbauer. Beide wurden am Sonntag in die A-Jugend-Staffeln integriert.


Dass zwei SCW-Mannschaften unter diesen Voraussetzungen nur 6,83 Sekunden auseinanderlagen und gemeinsam auf dem Podest standen, zeigt vor allem die große personelle Tiefe dieser Altersklasse.


Bei vollständiger Verfügbarkeit bietet sich für die nächste Runde damit zusätzliches Potenzial bei der Zusammenstellung der Staffeln.


Fünf Podestplätze, aber die Breite ist mindestens ebenso wichtig


Am Ende stehen für den SCW beim Bezirksdurchgang:

1 × Gold, 2 × Silber und 2 × Bronze.


Der Bezirkstitel der B-Jungen, Silber für die A-Mädchen und eine A-Jungenmannschaft sowie Bronze für die zweite A-Jungenmannschaft und die C-Mädchen sind starke sportliche Ergebnisse.


Doch die Zahlen dahinter erzählen noch mehr.


134 Aktive. 85 Staffelmeldungen. Mannschaften von der E- bis zur A-Jugend. Mehrfach zwei Mannschaften innerhalb derselben Altersklasse. Und bei den A-Jungen sogar zwei nahezu gleich schnelle Teams auf dem Podest.


Damit zeigte der SCW in Gelnhausen nicht nur Leistung an der Spitze, sondern auch die Breite seines Nachwuchses.


Von der E-Jugend bis zur A-Jugend


Gerade bei einem Mannschaftswettbewerb ist diese Entwicklung entscheidend.

Bei den Jüngsten beginnt sie mit den ersten Staffelwechseln, den ersten Erfahrungen mit Mannschaftswertungen und manchmal auch mit einer Disqualifikation, aus der gelernt werden muss.


In der D-Jugend gelingt es bereits, komplette Mannschaften durch alle Wettbewerbe zu bringen.

In der C-Jugend steht die erste Mädchenmannschaft auf dem Podest.

Bei den B-Jungen folgt der Bezirkstitel.

Und in der A-Jugend erreichen die Mädchen Silber, während bei den Jungen gleich zwei Wiesbadener Mannschaften gemeinsam auf dem Podest stehen.


Von E bis A wächst aus vielen einzelnen Schwimmerinnen und Schwimmern eine Mannschaft.


Genau darum geht es bei der DMSJ.


Für die schnellsten SCW-Teams richtet sich der Blick nun auf den Vergleich mit den Ergebnissen der anderen hessischen Bezirke und die Frage, welche Wiesbadener Mannschaften den Sprung in die nächste Runde schaffen.

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