Gemeinsam mehr möglich machen – ein Nutzungskonzept für mehr Lebensqualität

Mit der Rheinhöhe erhält Wiesbaden ab 2028 eine neue Freizeit- und Sportinfrastruktur mit Möglichkeiten, die es in dieser Kombination bisher nicht gab. Entscheidend wird deshalb nicht nur sein, wie die verschiedenen Wasserflächen belegt werden. Die größere Aufgabe lautet, Öffentlichkeit, Freizeit, Schulen, Schwimmausbildung und organisierten Wassersport so miteinander zu verbinden, dass aus der neuen Infrastruktur möglichst viel Nutzen für die Menschen entsteht. Denn ein gutes Nutzungskonzept verteilt nicht nur Wasserzeiten. Es schafft Möglichkeiten und damit Lebensqualität.


In den bisherigen Teilen unserer Schwimmbadgeschichte haben wir weit zurückgeblickt. Wir haben erzählt, wie 1954 aus einer ehemaligen Turbinenhalle das Hallenbad an der Mainzer Straße entstand, wie Bürger und Vereine Jahrzehnte später gemeinsam für seinen Erhalt kämpften und wie über verschiedene Planungen schließlich der Sportpark Rheinhöhe entstand.


Wir haben uns aber auch mit der Zukunft beschäftigt: mit zehn 50-Meter-Bahnen, dem Bedarf des Nachwuchses, einer wachsenden Stadt, dem Sport bis ins hohe Alter und den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen, die ein Schwimmbad nutzen.


Am Ende führt vieles davon zu einer gemeinsamen Frage:


Was machen wir aus den neuen Möglichkeiten, wenn die Rheinhöhe eröffnet?

Mehr als ein Ersatz für das Freizeitbad Mainzer Straße


Die Rheinhöhe entsteht als Ersatz für das Freizeitbad Mainzer Straße. Deshalb müssen die dort bestehenden Nutzungen selbstverständlich auch in der neuen Anlage ihren Platz finden.


Aber ein Ersatzneubau muss nicht bedeuten, lediglich den bisherigen Belegungsplan in ein neues Gebäude zu übertragen.

Das neue Sportbecken mit zehn 50-Meter-Bahnen bietet andere Möglichkeiten als die fünf langen Bahnen des alten Bades. Hinzu kommen das Lehrbecken, Nichtschwimmer- und weitere Freizeitbereiche, Rutschen und Planschmöglichkeiten sowie die weitgehend separate Saunalandschaft und gastronomische Angebote.


Damit entsteht nicht einfach ein neues Schwimmbad. Es entsteht eine Anlage, in der sehr unterschiedliche Formen von Freizeit, Schwimmausbildung und Sport ihren Platz finden können.


Genau darin liegt die Chance.


Bewährte Nutzungen müssen erhalten bleiben. Die zusätzlichen Möglichkeiten sollten aber gleichzeitig Entwicklung und Wachstum ermöglichen.


Es gibt nicht den einen Nutzer


Wenn über die Belegung eines Schwimmbades gesprochen wird, entstehen schnell feste Kategorien: Öffentlichkeit, Schulen, Schwimmkurse, Vereine oder Leistungssport.


Im wirklichen Leben sind diese Grenzen viel weniger eindeutig.


Ein Kind kommt zunächst mit seiner Familie zum Planschen. Später lernt es schwimmen. Vielleicht geht sein Weg anschließend über eine Schwimmschule in einen Verein und irgendwann sogar in den Leistungssport.


Ein Erwachsener bezahlt seinen Eintritt und schwimmt mehrmals in der Woche selbstorganisiert seine 1.500 oder 2.000 Meter. Er gehört keinem Verein an und betreibt trotzdem regelmäßig Sport.


Ein ehemaliger Leistungsschwimmer kann später weiterhin als zahlender Badegast seine Bahnen ziehen oder in einer Masters-Gruppe trainieren. Eltern können selbst schwimmen oder andere Angebote der Rheinhöhe nutzen, während ihre Kinder trainieren. Ein Vereinsschwimmer kann am Wochenende mit seiner Familie zum Freizeitbadbesucher werden.

Und wie wir in Teil 9 gesehen haben, kann der organisierte Sport bis weit ins hohe Alter reichen.


Freizeit, selbstorganisierter Sport, Schwimmausbildung und Vereinssport sind keine abgeschlossenen Welten. Sie gehen ineinander über.


Nicht jeder braucht dasselbe Wasser


Ebenso unterschiedlich wie die Menschen sind ihre Anforderungen an ein Bad.


Ein Kind bei seinen ersten Schwimmversuchen benötigt andere Bedingungen als ein Leistungsschwimmer. Schulschwimmen stellt andere Anforderungen als eine Masters-Gruppe. Ein selbstorganisierter Sportschwimmer braucht keine Trainerin und keine reservierte Vereinsbahn, aber eine verlässlich verfügbare Bahn.


Gerade hier können die unterschiedlichen Wasserflächen der Rheinhöhe ihre Stärke ausspielen.


Das Nichtschwimmerbecken kann Freizeitfläche sein und gleichzeitig für erste Schritte beim Schwimmenlernen genutzt werden. Das Lehrbecken eröffnet Möglichkeiten für Schulen, Schwimmausbildung und Kurse. Das Sportbecken kann öffentliches Bahnenschwimmen ebenso ermöglichen wie Breiten-, Masters- und Leistungssport.


Daneben stehen weitgehend eigenständige Freizeitangebote. Rutschen, Planschbereiche, Sauna und Gastronomie schaffen andere Besuchsanlässe und erhöhen die Attraktivität der Gesamtanlage.


Ein gutes Nutzungskonzept sollte deshalb nicht nur danach fragen, welche Organisation eine Wasserfläche beansprucht, sondern vor allem danach, welche Anforderungen die jeweilige Nutzung tatsächlich stellt.


Gemeinsamkeit bedeutet nicht, dass immer alles gleichzeitig stattfinden muss


Auch zehn 50-Meter-Bahnen beseitigen nicht jeden Nutzungskonflikt.


Schulen benötigen geschützte Wasserzeiten. Trainingsgruppen brauchen reservierte Bahnen. Kinder und Jugendliche benötigen Zeiten, die zu Schule und Familie passen. Berufstätige Erwachsene brauchen Angebote am frühen Morgen oder Abend.


Gerade diese unterschiedlichen Bedürfnisse können aber auch Teil der Lösung sein.

Schulschwimmen findet überwiegend tagsüber statt. Leistungssport kann teilweise früh morgens trainieren.


Nachwuchsgruppen benötigen andere Zeitfenster. Erwachsenen- und Mastersangebote können teilweise später am Abend stattfinden. Für selbstorganisierte Schwimmer sollten wiederum über den Tag verlässliche öffentliche Bahnen zur Verfügung stehen.


Deshalb besteht ein Nutzungskonzept nicht nur aus der Verteilung von Quadratmetern Wasser.


Wasserfläche und Zeit müssen gemeinsam gedacht werden.


Synergie bedeutet dabei nicht, dass immer alle gleichzeitig dieselbe Infrastruktur nutzen können. Sie bedeutet, die unterschiedlichen Anforderungen über den Tag, die Woche und das Jahr so miteinander zu verbinden, dass die Möglichkeiten der gesamten Anlage möglichst vielen Menschen zugutekommen.


Wettkämpfe nicht nur durchführen, sondern erleben


Besonders deutlich wird die Besonderheit einer Sportstätte bei Schwimmwettkämpfen.


Findet ein Wettkampf statt, wird das gesamte Sportbad für den Wettkampfbetrieb benötigt. Neben dem eigentlichen Wettkampfbecken werden auch die weiteren Becken und Flächen für Ein- und Ausschwimmen, Vorbereitung der Aktiven, Kampfrichter und Organisation gebraucht. Für eine parallele öffentliche Nutzung steht das Sportbad dann nicht zur Verfügung. Die weitgehend separate Saunalandschaft kann dagegen unabhängig davon weiter genutzt werden.


Wettkämpfe müssen deshalb von Anfang an als eigenständiger Bestandteil der Jahresplanung berücksichtigt werden.


Mit der Rheinhöhe verändert sich aber nicht nur, welche Wettkämpfe in Wiesbaden möglich werden können. Es verändert sich auch, wie die Menschen diese Wettkämpfe erleben können.


Erstmals bekommt Wiesbaden eine Schwimmhalle mit einem eigenen Zuschauerbereich für den Wettkampfsport. Rund 200 Plätze auf der Tribüne schaffen die Möglichkeit, Schwimmsport tatsächlich als Zuschauer zu verfolgen.


Das klingt zunächst nach einem Detail. Für die Atmosphäre eines Wettkampfes ist es aber ein großer Unterschied.

Bislang bedeutete Zuschauen bei Schwimmwettkämpfen in Wiesbaden meist, sich gemeinsam mit Aktiven, Trainern und Betreuern auf der Schwimmhallenfläche und unmittelbar am Beckenrand aufzuhalten. Wer seine Kinder, Freunde oder Vereinskameraden sehen wollte, musste mit Gedränge, hoher Luftfeuchtigkeit und nicht selten nassen Schuhen und Hosen rechnen.


Eine Tribüne schafft eine klare Veränderung: Die Aktiven erhalten den Raum, den sie für ihren Wettkampf benötigen. Gleichzeitig bekommt auch das Publikum seinen Platz.


Wiesbaden erhält damit erstmals einen Ort, an dem Schwimmsport nicht nur stattfinden, sondern auch richtig erlebt werden kann.


Das ist mehr als Komfort.


Sport braucht Sichtbarkeit. Kinder können auf der Tribüne erleben, wie ältere und schnellere Schwimmer antreten. Eltern und Großeltern können ihre Kinder und Enkel begleiten. Freunde können zum Zuschauen kommen. Und auch Menschen ohne unmittelbaren Bezug zu einem bestimmten Teilnehmer können einen Schwimmwettkampf besuchen.


Gerade für die Entwicklung einer eigenen Wiesbadener Wettkampftradition ist das wichtig. Wenn es langfristig gelingt, regelmäßig attraktive überregionale oder internationale Veranstaltungen nach Wiesbaden zu holen, braucht es nicht nur schnelle Schwimmer und ein wettkampftaugliches Becken. Es braucht auch die Möglichkeit, daraus ein Erlebnis für Zuschauer zu machen.


Wenn Sport die Stadt sichtbar macht


Der Wert eines Wettkampfes endet nicht an der Eingangstür des Schwimmbades.


Sportler, Trainer, Familien und Zuschauer kommen nach Wiesbaden. Bei überregionalen und internationalen Veranstaltungen können daraus Übernachtungen und zusätzliche Nachfrage in Gastronomie und weiteren Bereichen entstehen.


Vor allem aber erzeugen Veranstaltungen Aufmerksamkeit.


Für Kinder und Jugendliche kann es einen erheblichen Unterschied machen, ob hochklassiger Schwimmsport nur irgendwo im Internet stattfindet oder ob sie auf einer Tribüne in ihrer eigenen Stadt sitzen und ihn wenige Meter entfernt erleben.

Vielleicht sitzt dort ein Kind, das gerade erst schwimmen gelernt hat. Wenige Meter weiter startet ein Deutscher Meister oder ein internationaler Athlet.


Solche Begegnungen lassen sich nicht in Bahnstunden berechnen.

Auch die sportlichen Erfolge Wiesbadener Athleten wirken über das Schwimmbad hinaus. Wenn sie bei Deutschen Meisterschaften, Europa- oder Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen antreten, tragen sie den Namen ihrer Stadt nach außen.


Sportliche Erfolge und attraktive Wettkämpfe können damit zur Wahrnehmung Wiesbadens als Sportstadt beitragen. Die Rheinhöhe schafft erstmals auch die räumlichen Voraussetzungen, damit die Menschen dieser Stadt daran als Zuschauer teilhaben können.


Eine wettkampftaugliche Anlage sollte deshalb auch tatsächlich für Wettkämpfe nutzbar sein. Dafür braucht es verlässliche organisatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftlich tragfähige Veranstaltungskosten.


Lebensqualität lässt sich nicht in Bahnstunden messen


Bei all diesen Überlegungen darf ein wesentlicher Punkt nicht verloren gehen.

Warum investiert eine Stadt überhaupt in Schwimmbäder, Sportanlagen, Parks, Kultur oder andere öffentliche Infrastruktur?

Ein wesentliches Ziel ist, eine Stadt lebenswert zu machen.


Auch ein Freizeit- und Sportbad ist deshalb ein Stück Lebensqualität.


Kinder können dort schwimmen lernen. Familien verbringen gemeinsam ihre Freizeit. Menschen treiben vor oder nach der Arbeit Sport. Jugendliche treffen Freunde. Vereine schaffen Gemeinschaft und begleiten Menschen teilweise über Jahrzehnte. Ältere Menschen können ihren Sport bis ins hohe Alter fortführen.


Andere kommen wegen der Rutschen, der Sauna, der Gastronomie oder einfach für einige Stunden Erholung.

Und Lebensqualität bedeutet auch, etwas erleben zu können. Einen Wettkampf zu besuchen. Auf einer Tribüne mitzufiebern. Sportler aus der eigenen Stadt anzufeuern. Oder als Kind zu sehen, wohin der eigene sportliche Weg einmal führen könnte.

All diese Menschen nutzen dieselbe kommunale Infrastruktur auf unterschiedliche Weise.


Deshalb sollte der Erfolg der Rheinhöhe nicht ausschließlich daran gemessen werden, wie viele Bahnstunden vergeben oder wie viele Menschen gleichzeitig in den Becken untergebracht werden können.


Die wichtigere Frage ist:

Wie viel Lebensqualität kann die Rheinhöhe für Wiesbaden schaffen?


Eine wachsende Stadt braucht Angebote, die mitwachsen können


In Teil 8 unserer Serie haben wir uns mit der Bevölkerungsentwicklung beschäftigt. Wiesbaden wächst und gleichzeitig verändert sich die Altersstruktur.


Eine Infrastruktur, die für Jahrzehnte gebaut wird, sollte deshalb nicht ausschließlich den heutigen Bedarf abbilden.

Sie sollte Entwicklung ermöglichen.


Wenn mehr Kinder schwimmen lernen wollen, sollte Schwimmausbildung wachsen können. Wenn Schulen zusätzliche Möglichkeiten benötigen, sollte darauf reagiert werden können. Wenn Vereine mehr Kinder und Erwachsene aufnehmen möchten, sollte fehlende Wasserzeit nicht automatisch die Grenze jeder Entwicklung sein.


Wenn mehr Menschen selbstorganisiert schwimmen möchten, braucht es attraktive öffentliche Möglichkeiten. Wenn Menschen bis ins hohe Alter aktiv bleiben, verlängert sich die Zeit, in der sie Sportinfrastruktur nutzen.

Und wenn sich der Leistungssport weiterentwickelt, sollten Training und Wettkampf ebenfalls wachsen können.

Wachstum des einen muss dabei nicht automatisch Verlust für den anderen bedeuten.


Genau darin liegt die Chance einer größeren und flexibleren Infrastruktur.


Die Rheinhöhe sollte nicht lediglich bestehende Knappheit neu verteilen. Sie sollte dort, wo ihre zusätzlichen Möglichkeiten es erlauben, Wachstum für alle unterstützen.


Öffentlichkeit und Vereine können voneinander profitieren


Zu einem tragfähigen Nutzungskonzept gehört selbstverständlich auch die wirtschaftliche Perspektive.

Ein Freizeit- und Sportbad benötigt zahlende Besucher und attraktive Angebote. Öffentliches Schwimmen, Freizeitbereiche, Sauna und Gastronomie tragen dazu bei.


Der organisierte Sport benötigt seinerseits verlässliche und bezahlbare Wasserzeiten.

Das muss kein grundsätzlicher Gegensatz sein.


Wo öffentliches Bahnenschwimmen und Vereinstraining parallel möglich sind, können zahlende Besucher und organisierter Sport dieselbe Infrastruktur gleichzeitig nutzen. Vereine bringen wiederum Trainer, Übungsleiter, Kampfrichter und ehrenamtlich Engagierte ein. Sie organisieren Schwimmausbildung, Breiten-, Nachwuchs-, Masters- und Leistungssport und binden Menschen langfristig an den Wassersport.


Ein Kind aus der Schwimmausbildung kann später Vereinssportler werden. Ein ehemaliger Vereinsschwimmer kann jahrzehntelang zahlender Badegast bleiben. Familien, die wegen des Trainings eines Kindes in die Rheinhöhe kommen, können andere Angebote der Anlage nutzen.


Deshalb sollte die Diskussion nicht bei der Frage stehen bleiben:

Wer nimmt wem Wasser weg?


Interessanter ist:

Wo können sich unterschiedliche Nutzungen gegenseitig stärken?


Ein Nutzungskonzept kann nur gemeinsam entstehen


Eine solche Aufgabe kann niemand allein lösen.


Nicht ein einzelner Verein. Nicht eine einzelne Sportart. Nicht eine Schule und auch nicht eine einzelne Nutzergruppe.

Ein tragfähiges Konzept braucht die Erfahrungen und Anforderungen des Betreibers ebenso wie die Perspektiven der Öffentlichkeit, der Schulen, der Schwimmausbildung, der Vereine, der Wasserrettung, des Tauch- und Wassersports und der weiteren Nutzer.


Individualnutzer, Schwimmausbildung, Schulschwimmen, Trainingsbetrieb der Wassersport-, Wasserrettungs- und Tauchvereine sowie der Wettkampfbetrieb müssen in einem verträglichen Nutzungsbild zusammengeführt werden. Gleichzeitig bietet der Sportpark dafür deutlich bessere Möglichkeiten, als sie Wiesbaden bisher hatte.


Unterschiedliche Interessen werden dadurch nicht verschwinden. Das ist bei einer begehrten Infrastruktur weder realistisch noch notwendig.


Entscheidend ist der Umgang damit.


Wir wünschen uns deshalb ein Nutzungskonzept der Synergie und Gemeinsamkeit.


Ein Konzept, das zunächst fragt, was gemeinsam möglich ist, bevor darüber gesprochen wird, was voneinander getrennt werden muss.


Ein Konzept, das nicht nur bestehende Nutzungen absichert, sondern Entwicklung ermöglicht.


Und ein Konzept, bei dem alle Beteiligten bereit sind, auch die Bedürfnisse der jeweils anderen Seite mitzudenken.


Hand in Hand für mehr Lebensqualität


Damit schließt sich für uns der Kreis dieser Wiesbadener Schwimmbadgeschichte.


1954 eröffnete das Hallenbad an der Mainzer Straße. Jahrzehnte später kämpften Bürger und Vereine gemeinsam um seinen Erhalt. Es folgten verschiedene Überlegungen für einen Nachfolger, die Idee des Sportparks Rheinhöhe und schließlich ein langer Planungs- und Beteiligungsprozess.


Nun wird die neue Infrastruktur gebaut.


Mit der geplanten Inbetriebnahme 2028 endet diese Geschichte aber nicht.


Dann beginnt die entscheidende Phase ihrer Nutzung.


Aus der bisherigen Frage

„Was bauen wir?“

wird dann:

„Was machen wir gemeinsam daraus?“


  • Es geht um Kinder, die schwimmen lernen.
  • Um Menschen, die selbstorganisiert Sport treiben.
  • Um Familien, Freizeit und Erholung.
  • Um Schulen und Schwimmausbildung.
  • Um Breiten-, Nachwuchs-, Masters- und Leistungssport.
  • Um Wasserball, Triathlon, Wasserrettung, Tauchen und weitere Formen des Wassersports.
  • Um Wettkämpfe, die nicht nur stattfinden, sondern von einem Publikum erlebt werden können.
  • Um sportliche Erfolge, die Wiesbaden über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar machen.
  • Um Sauna, Freizeitangebote und Gastronomie.
  • Und letztlich um die Frage, wie eine große Investition in öffentliche Infrastruktur möglichst viel Nutzen für die Menschen dieser Stadt schaffen kann.


Dabei geht es nicht um Öffentlichkeit gegen Verein, Freizeit gegen Sport, Breiten- gegen Leistungssport oder Jung gegen Alt.

Es geht darum, Hand in Hand mehr möglich zu machen.


Denn ein gutes Nutzungskonzept verteilt nicht nur Wasserzeiten.


Es schafft Möglichkeiten zum Lernen, zum Sport, zur Begegnung, zum Zuschauen und Mitfiebern, zur Freizeit und zur Erholung.


Es schafft Lebensqualität.


Die Infrastruktur dafür entsteht gerade.

Was wir daraus machen, ist eine gemeinsame Aufgabe.


Für mehr Möglichkeiten. Für mehr Sport. Für mehr Erlebnisse. Für mehr Lebensqualität. Für Wiesbaden.

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